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Eine Wolke ist meist
eine Ansammlung von Wassertröpfchen, die in einigem Abstand zur
Erdoberfläche in der Atmosphäre schweben. Wie bei bodennahem Nebel oder
Dunst, handelt es sich um die sichtbaren Kondensationsprodukte des
Wasserdampfs. Bei höheren Wolken bzw. bei niedrigen Temperaturen können
Wolken teilweise oder vollständig aus Eiskristallen bestehen, wobei sie
dann in der Regel Resublimationsprodukte darstellen. In der
meteorologischen Systematik werden sie den Hydrometeoren zugerechntet. In
geringerem Umfang sind in ihnen aber auch solche Teilchen enthalten, die
in Abgasen, Rauch oder Staub (Koniologie) vorkommen.
Anzutreffen sind Wolken hauptsächlich in der Troposphäre, aber zum Teil
auch in der Stratosphäre. In ihrer Entstehung und somit auch ihren
Eigenschaften sind sie oft sehr unterschiedlich. Sie stellen leicht
beobachtbare Merkmale der Wetterlage dar. Durch die richtige Deutung von
Form, Aussehen und Höhe sowie die zeitliche Veränderung der Merkmale
lassen sich Aussagen zur lokalen Wetterentwicklung treffen. Um
Beobachtungen übertragen zu können, werden Wolken klassifiziert. In der
Praxis ist vor allem die Einteilung in Wolkengattungen und Wolkenarten von
Bedeutung. In den meisten Gebieten treten bestimmte Wolkenarten gehäuft
auf, besonders bei gleichartigen Wetterlagen. Dennoch können nahezu an
allen Stellen der Erde sämtliche Wolkenformen vorkommen. Die
Klassifikation der Wolken regelt die World Meteorological Organization
deshalb international einheitlich.
Neben ihren optischen Eigenschaften und der ihnen innewohnenden Schönheit,
die schon immer die Phantasie der Menschen angeregt hat, sind Wolken bei
zahlreichen wissenschaftlichen Fragestellungen wichtig. Dies gilt
insbesondere für den Strahlungshaushalt der Erde, die
Niederschlagsverteilung und die Atmosphärenchemie. Die Nephologie
(Wolkenkunde) ist ein höchst selten als eigenständige Fachrichtung
angesehener Teilbereich der Meteorologie; als ihr Begründer gilt Luke
Howard. |