Die Heiligen Drei Könige in Schifferstadt?

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So viele Jugendliche aus aller Welt unterwegs zu den sterblichen Überresten der Heiligen Drei Könige im gotischen Dom zu Köln! Fassungslos staunten wir, die wir zuhause am Fernsehen die Weltjugendtage live miterlebten, über die Begeisterung der Hunderttausende.

Dabei war es nicht das erstemal,diese Begeisterung der Menge! Aus der Kirchengeschichte geht hervor, dass im Jahr 1164 Kaiser Friedrich Barbarossa ihre Reliquien von Mailand nach Köln überführen ließ. Wo dieser Zug vorbeikam, standen die Menschen massenhaft an den Straßen. Voller Begeisterung. Sogar Gasthäuser und Apotheken wurden nach ihnen benannt, wo sie durchkamen: „Zum goldenen Stern“, „Zu den drei Mohren“ (Südländer nannte man damals allgemein nur ‚Mauren’ oder ‚Mohren’), „Zu den drei Kronen“ usw.

 
 

Ob sie auch durch Schifferstadt kamen oder zum mindestens in der Nähe vorbei? Ist es doch nahe liegend, dass dieser Zug den Rhein entlang zog. Schade, dass das Gasthaus „Zu den drei Mohren“ erst vor einigen Jahren abgerissen wurde.

 

Aber die Inschrift „Wirtschaft zum Stern“ in der Burgstraße ist noch erhalten und das 1724 (wieder?) erbaute und noch erhaltene prächtige Fachwerkhaus „Zu den drei Kronen“ in der Speyerer Straße 1.

   


Übrigens: Das Fest der Überführung am 23. Juli 1164 wird heute noch in Köln gefeiert.

Willi Brück 21.08.2005

Drei-König

Sie kamen aus dem Morgenland
durch Berg und Tal und heißen Sand.
Der Stern, er blieb am Himmel stehn,
und unten war ein Stall zu sehn.
Sie gingen in den Stall hinein
und fanden dort das Kindelein
in einer Kripp’ auf hartem Stroh.

Und jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
da glänzt der Stern am Himmel weit.
Und stille fragt sein milder Schein:
„Wollt nicht auch ihr ‚Drei-König’ sein?“

Gedicht von Fritz Kolb, Schifferstadt (gekürzt)